GRETHE WEISER

     * 27.2.1903 in Hannover
gest.: 2.10.1970

Grethe begann ihre Karriere an der "Komischen Oper" in Berlin und arbeitete nebenbei auch im Kabarett. Nach einem einzigen Stummfilm ("Männer vor der Ehe") begann sie im Tonfilm sogleich in Rollen, die ihre Karriere wesentlich bestimmten - als Hausmädchen, das sich frech und schlagfertig in den Vordergrund zu spielen weiß. Zofen, Hausdamen, "Frauen aus dem Volk" spielte sie in zunehmend dominanter werdenden Nebenrollen durch die 30er Jahre und kreierte damit ihren unnachahmlichen Typ der urkomischen Schreckschraube und Ulknudel, die als Quasselstrippe mit enervierendem Organ zumindest ihre Szenen, wenn nicht den ganzen Film beherrschte.

Endgültig Star-Appeal bewies sie als hoffnungsvolle Operndiva mit gesundem Selbstbewußtsein in "Die göttliche Jette". Grethe hatte es nie nötig, ihren Stil zu ändern - Zeit ihres Lebens fand sie im deutschen Unterhaltungsfilm Regisseure, die ihre Beliebtheit beim Publikum wirkungsvoll umzusetzen wußten. Nach dem Krieg wuchs sie ohne Übergang in ihre Ära als gefürchtete Schwiegermutter hinein, und nachdem "Papas Kino" abgedankt hatte, hielt ihr das alte Publikum im Pantoffelkino die Treue.

Grethe Weiser war mit dem Filmproduzenten Hermann Schwerin verheiratet. Sie starb mit 67 bei einem Autounfall.
 
 
A) In der Sahara stehen keine Bäume
B) Der erste Lack ist ab
Columbia C 23 770 (1968)

  Zurück